Archive for the '2015' Category

Benefizkonzert Lotto trifft Kultur – 23.November 2016

Am Samstag, den 23. November 2016 gab die Phoenix Foundation – eine der fünf Formationen des Landesmusikrates Kostproben ihres “spektakulären Könnens”  (Bericht Rheinpfalz vom 1.12.2015 von Reiner Henn) . Im es im Bericht heißt es: “Der Leiter Frank Reichert sorgte mit einer unvissverständlich klaren Zeichengebung und straffen Führung für gestochen klare und messerscharfe Bläsereinwürfe und weiter für homogenen, gut ausbalancierten Bläsersound und zündende rhythmische Impulse. Mit perfekter Synchronisation und treffender Stilisierung zeigte die aus Konzertreisen (Bolivien) und bei Staatsempfängen in Mainz erprobte Bigband eine Extraklasse und hinterließ ohne jegliche Schwachstellen einen furiosen Eindruck.”

Eine Würdigung unserer Arbeit, die uns freut!

 

Mambostinato – Konzert

Drei Tage hatten sie am Stück geprobt und sich mit einem neuen Programm auf das Abschlusskonzert im Heinrichtshaus vorbereitet: Die 40 jungen Musikerinnen und Musiker der Phoenix Foundation – Jugendjazzorchester RLP. Der Probeort ist traditionsgemäß die Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz, in Engers im und neben dem Schloss angesiedelt.

Das Jugendjazzorchester RLP ist Mitglied im Landesmusikrat Rheinland-Pfalz und wird vom Kulturministerium finanziell unterstützt.

Bei der Herbst-Arbeitsphase wurde in vorschiedenen zwei Besetzungen gearbeitet, die ihr Programm in der Konzert-Aula des Heinrichshauses in hervorragenden Akkustischen Bedingungen vortrugen.

Den Anfang machte die Nachwuchs-Besetzung unter der Leitung des Dresdeners Michael Winkler. Mit geschicktem sächsischen Händchen und Humor schafft Winkler es, dem Nachwuchs jazzige Klänge mit präzisem Timing und Phrasierung zu entlocken: Der Jazzklassiker “Moments Notice” im modernen Arrangement von Alan Baylok genauso wie “Triple Step”, eine humorvolle Homage an den Foxtrott in Walzerform aus der Feder von Michael Winkler. Kommentar des Kompnisten: “Sie erleben eine Welturaufführung, wir hoffenlich auch ..”

Im zweiten Teil kam internationales Flair auf: Der aus Puerto Rico stammende New-York-Posaunist Luis Bonilla brachte modernen Bigband-Jazz von Manhattan nach Engers. Sideman und Studiomusiker für die grossen der Szene (u.a. Astrud Gilberto, Dizzie Gillespie, Lester Bowie, Toshiko Akioshi), Posaunist im legendären Vanguard-Orchestra, dem Nachfolgeorchester der Mel Lewis/Thad Jones Bigband – und -, Komponist und Posaunist seines eigenen Quintetts.

6 Titel seiner programmatischen letzten CD “I talking now” hat er von jungen Arrangeuren der New Yorker Szene arrangieren lassen. Eine Herausforderung auf höchstem Niveau für die Musiker der Phoenix Foundation und eine Gelegenheit, den Ausnahmeposaunisten in seinem Element zu erleben. Bigband-Energie pur! Band und Solist meistern Ihre Aufgabe mit einer erfrischenden Kombination aus Präzision und Lässigkeit, die beim Zuhören Spaß macht.

Die monumentalen, teilweise schroffen, dann wieder zarten und anrührenden Klänge werden nicht nur musikalisch von der Band zusammengehalten. Die übergeordnete Klammer erschließt sich über die Geschichten zu den Kompositionen. Hier erzählt Bonilla sehr persönlich von seinen Freunden und Verwandten. Jeder Titel ist einer Person gewidmet, die ihm nahesteht und erzählt etwas dazu. “Luminescense” erzählt in leuchtenden Klänge von der Freude von Bonillas Vater zur Geburt seiner ersten Enkeltochter. Klanglich entrückt die Ballade “Closer still”, gewidmet Bonillas Frau.

Dann wieder humorvoll in “Uh-Uh-Uh”, das Kopfschütteln bei einem Tritt in ein Fettnäpfchen oder bei der Schlussnummer “I talking now”. Jeweils 7 Bandschläge zeigen Bonillas Vater, wenn er mit entprechendem Kommentar vor seinen drei jungen störenden Söhnen beim Mittagessen auf den Tisch schlägt, um Ruhe einzufordern. Solisten der Phoenix Foundation – Carl Krämer und Alexander Scott, Tenorsaxofon, Felix Hastrich, Piano – übernehmen in wilden Soli die Rolle der lebhaften Söhne und Nicolai Schneider, Bass den des genervten Vaters.

Dass die Musiker der Phoenix Foundation, die Gäste Winkler und Bonilla und Gesamtleiter Frank Reichert ein Team bilden, das mit Begeisterung bei der Sache ist, ist beim Blick auf die Bühne nicht zu übersehen und hören. Das Publikum dankt es mit Standing Ovations.

Phoenix Foundation mit Luis Bonilla

Besetzung mit Michael Winkler

Besetzung mit Michael Winkler

 

 

Besetzung mit Michael Winkler

Besetzung mit Michael Winkler

Tuttiprobe mit Luis

Tuttiprobe mit Luis

Satzproben mit Luis Bonilla

Satzproben mit Luis Bonilla

Saxofone mit Sven Hack

Saxofone mit Sven Hack

Satzprobenarbeit mit Diego Pinera

Satzprobenarbeit mit Diego Pinera

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Phoenix Foundation feat. Luis Bonilla, Posaune (USA)

 

 

Phoenix Foundation feat. Luis Bonilla, Posaune (USA)

Die Phoenix Foundation – das Jugendjazzorchester Rheinland-Pfalz präsentiert zum Herbst 2015 ein Programm mit Posaunen-Schwerpunkt.

Als Gast aus den USA konnte Luis Bonilla an der Posaune gewonnen werden. Wenn ein Künstler jemals mit einer Krake verglichen werden kann, trifft diese Bezeichnung auf Luis Bonilla zu. Der in Costa-Rica geborene und in Californien aufgewachsene Musiker und Komponist sucht, findet und meistert im Verlauf seiner Karriere ein schier unglaubliches Spektrum an musikalischen Stilen und legt eine grenzenlose Vielfalt an den Tag. Seine Erfolge als Sideman von McCoy Tyner, Dizzy Gillespie, Lester Bowie, Tom Harrell, Freddie Hubbard, Astrud Gilberto, Willie Colon and Toshiko Akiyoshi weisen nicht nur auf auf seine Fähigkeiten und sein Talent hin, sondern zeigen seinen musikalischen Freigeist, der rastlos immer wieder seine Herausforderungen im komplexesten und gefragtesten Jazz der Gegenwart sucht – und findet .

Luis Bonilla erlangte nationale und internationale Reputation als Solist, Sideman und Komponist. Als Jazzpädagoge ist er regelmäßig an der Temple Universität in Philadelphia sowie an der Manhattan School of Music tätig.

Er spielt zur Zeit als festes Mitglied im Vanguard Jazz Orchestra, im Afro-Latin Jazz Orchestra unter Arturo O’Farrill’s Leitung (2009 Grammy Gewinner) sowie bei Dave Douglas & Brass Ecstasy.

Als Solokünstler hat er seit 1998 eigene Alben veröffentlicht.

Zu hören sind beim Konzert u.a. Kompositionen von Luis Bonilla, John Coltrane, Louis Belson, Don Ellis, Duke Ellington und Michael Mossman.

 

In der PHOENIX FOUNDATION, dem Jugendjazzorchester Rheinland-Pfalz treffen sich junge Musikerinnen und Musiker, die sich in Sachen Bigband-Jazz engagieren. Wie der Sagenvogel Phönix aus der Asche wiedergeboren wird, so erneuert sich auch das “Jugendjazzorchester Rheinland-Pfalz” alle paar Jahre. Junge Musiker von 18 bis 21 Jahren perfektionieren hier unter Leitung von Frank Reichert ihre technischen und musikalischen “Skills”, bevor sie zu neuen Ufern aufbrechen. Denn die “Phoenix Foundation” hat sich dank professioneller Einstellung als Talentschuppen für die deutsche Jazzszene etabliert. Musikalisch steht die Big Band, die in klassischer Besetzung mit Blech- und Holzbläsersätzen plus Rhythmusgruppe antritt, für eine frisch-moderne Auffassung des Bigband-Jazz.

Das Orchester ist beim Landesmusikrat Rheinland-Pfalz angesiedelt und wird vom Land Rheinland-Pfalz gefördert und finanziell unterstützt.

Konzert am Sonntag, den 15. November 2015 um 17 Uhr in der Aula des Heinrich-Hauses in Neuwied/Engers.

Der Eintritt ist frei.

Phoenix auf der Landesgartenschau – 03.10.15

Ihren zweiten Auftritt auf der Landesgartenschau hatte die Phoenix Foundation am 03.10.15. “Wiedergutmachung” in Punkto Wetter. Es war ein herrlicher Tag und die eigens für die Bolivienreise angefertigten T-Shirts kamen voll zur Geltung. Die Bolivien-Besetzung (fast) komplett – eine musikalisch und menschlich eingespielte Truppe!

Vorname

Nachname

Instrument

Philip Sudheimer Posaune
Tilman Schneider Posaune
Julian Martin Posaune
Nicolai Schneider RG-Bass
Simon Schaefer RG-Gitarre
Felix Hastrich RG-Piano
Christopher Schneider Saxofon
Benedikt Jäckle Saxofon
Christoph Brehmer Saxofon
Tommy Schommer Trompete
Marvin Frey Trompete
Konstantin Braz Posaune
Steffen Kolb Trompete
Julius Gawlik Saxofon
Carl Krämer Saxofon
Jonas Kaltenbach RG-Drums

 

Fotoimpressionen von Manfred Weis, Landau

Zurück aus Bolivien

Die Phoenix Foundation ist wieder wohlbehalten von der Konzertreise nach Bolivien zurückgekehrt. Es war eine erlebnisreiche Reise mit einer musikalisch wie menschlich herausragenden Besetzung und überaus freundlichen und zugewandten Gastgebern. Die Begegnungen, Workshops und Konzerte der Phoenix Foundation und ihrer Gastmusiker haben positive Emotionen mit sicherlich nachhaltigen Wirkungen ausgelöst. Einladungen zum erneuten Besuch sind allerorts ausgesprochen worden.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Gastgeber, die Deutsche Schule La Paz, das Centro Cultural Aleman, La Paz, die Fundation Sinfonica La Paz, die Deutsche Schule Santa Cruz, das Goethe-Zentrum Santa Cruz, das Festi Jazz Santa Cruz, das Centro Cultural Masis in Sucre, die Universität Sucre, das Bürgermeisteramt Sucre sowie an die Goethe-Institut Zentrale in München und den Landesmusikrat RLP in Mainz. Nicht zu vergessen Eastern Flowers mit Jarry Singla, unserem Hauptorganisator vor Ort.

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Hier ein bebilderter Tourbericht.

 

Verabschiedung vor der Deutschen Schule La Paz

Verabschiedung vor der Deutschen Schule La Paz

Gruppenfoto Phoenix Deutsche Schule La Paz

Gruppenfoto Phoenix Deutsche Schule La Paz

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Konzert in Sucre mit Los Masis

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Eastern Flowers, Phoenix-Partner der Bolivien Tour

Bigband SOUNDS – Konzertreise nach Bolivien vom 31.08. bis 14.09.2015

Am 31.08.2015 bricht die Phoenix Foundation zu einer Konzerreise nach Bolivien auf. Mit finanzieller Unterstützung des Goethe-Institutes und in Kooperation mit den örtlichen Goethe-Instituten und den deutschen Schulen gibt das Jazzorchester auf den Stationen La Paz, Sucre und Santa Cruz insgesamt 7 Konzerte und 4 Workshops

Unter anderem Eröffnungskonzerte des Festi-Jazz .

Phoenix - Eastern Flowers - web

 

 

Der zur Zeit in La Paz und Köln lebende Pianist und Komponist Jarry Singla rief 2009 mit dem Trio Eastern Flowers ein Ensemble ins Leben, das seiner Intention der musikalischen Interkulturalität vollkommen entspricht. Neben Jarry gehören dem Trio zwei hoch renommierte, national und international gefragte Mitglieder der deutschen Jazz- und Worldmusic-Szene an: der ursprünglich aus dem südindischen Chennai stammende Perkussionist Ramesh Shotham und der wie Jarry deutsch-indische Kontrabassist Christian Ramond.

Zahlreiche Instrumente des indischen Kulturkreises mischen sich in der Musik des Trios mit den „europäischen“ Klängen von Kontrabass und Klavier: die Trommeln Dholak, Tavil, Kanjira und Mridangam, der Tonkrug Ghatam, die Morsing (Maultrommel) und das indische Harmonium. In dem dicht verwobenen, häufig intuitiv wirkenden Zusammenspiel spüren die drei Künstler sichtlich den Wurzeln ihrer indischen Herkunft nach, doch zugleich lassen sie ihrem avantgardistischen Forscherdrang freien Lauf. Die Vielfalt indischer Musikkultur trifft auf europäische Harmonik.

Im September 2014 spielte “Eastern Flowers” eine äußerst erfolgreiche Bolivientournee mit Konzerten im Rahmen des traditionsreichen bolivianischen Jazzfestivals “Festijazz” in den Städten Cochabamba, Santa Cruz und La Paz.

Während der Tournee entstand die Idee, 2015 gemeinsam mit dem Jugendjazzorchester des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz, der „Phoenix Foundation“, erneut Konzerte in Bolivien zu geben. Dies hat den folgenden Hintergrund:

Ramesh Shotham hat in den vergangenen Jahren mehrfach mit der Phoenix Foundation zusammen gearbeitet. Mit dieser Bigband fördert das Bundesland Rheinland-Pfalz junge, quasi professionelle Musiker im Alter von 18 bis 21 Jahren und bietet ihnen die Chance, unter der Leitung von Frank Reichert ihre technischen und musikalischen „Skills“ zu perfektionieren. Ein Dozententeam erfahrener Jazzmusiker und Jazzpädagogen unterstützt die Band bei der Probenarbeit. Das Ensemble unternimmt jährlich internationale Tourneen. International renommierte Jazzmusiker arbeiten regelmäßig als Gastsolisten und Gastdirigenten mit der Band zusammen. In den letzten Jahren hat die Phoenix Foundation mit Peter Weniger, Dieter Glawischnig, Terell Stafford, Michael Mossman, Klaus Stötter, Joe Gallardo, Greg Abate, Lars Reichow, Pe Werner u.a. Arbeitsphasen und Konzerte durchgeführt. Musikalisch steht das Jazzorchester, das in klassischer Besetzung mit Blech- und Holzbläsersätzen plus Rhythmusgruppe antritt, für eine frisch-moderne Auffassung des Big-Band-Sounds.

Mit der Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz, der Goethe-Institute in München und Santa Cruz, des Centro Cultural Aleman in La Paz sowie der Deutschen Schulen in La Paz und Santa Cruz ist es Frank Reichert und Jarry Singla gelungen, die Idee der gemeinsamen Tournee von Eastern Flowers und Phoenix Foundation zu realisieren und so den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Bolivien zu fördern.

Am 5. September werden die beiden Ensembles im Centro Sinfónico in La Paz (C. Ayacucho 366, entre Mercado y Potosi) auftreten und am 10. September das Festijazz Santa Cruz in der Casa de Cultura (Plaza 24 de Septiembre) eröffnen. Darüber hinaus werden zwei schulinterne Konzerte stattfinden: am 3. September in der Deutschen Schule La Paz (zusammen mit den Bigbands der Schule) und am 11.9. in der Deutschen Schule Santa Cruz.

Das Repertoire für diese Konzerte besteht zum einen aus dem aktuellen Programm der “Phoenix Foundation”: souverän präsentierte Genre-Klassiker aus Swing (“Love for Sale”), Funk (“No spring chicken”) und Latin-Nummern („Oye Como Va“) in Arrangements, die Raum für kreative Soli lassen. Zum anderen wurden Eigenkompositionen aus dem Repertoire von “Eastern Flowers” von dem deutschen Arrangeur Peter Feil speziell für die Bigband arrangiert. Außerdem hat die Phoenix-Foundation traditionelle bolivianische Musik durch den US-Amerikaner Michael Mossman arrangieren lassen und den bolivianischen Arrangeur und Komponisten Juan Andres Palacios eingeladen, einige seiner Werke mit dem Orchester zu präsentieren.

Abgesehen von den Konzerten werden Workshops für die Schülerinnen und Schüler der deutschen Schulen in Santa Cruz und La Paz stattfinden.

Zwischen den Stationen La Paz und Santa Cruz liegt ein Zwischenstop in Sucre. Hier wird die Phoenix Foundation zusammen mit dem Centro Cultural Masis bzw. der dort ansässigen bolivianischen Folklore-Gruppe “Los Masis” ebenfalls einen Workshop und ein Konzert geben.

 

Phoenix Foundation Idstein JazzFestival 19.07.2015

Zum Saisonende spielte die Phoenix Foundation nocheinmal beim Idstein JazzFestival auf.

Bei bestem Wetter und vollem Platz wurde das volle Programm in drei Sets geboten. Der Auftritt war gleichzeitig die letzte Gelegenheit zusammen zu spielen vor der anstehenden Konzertreise nach Bolivien.