JazzNight mit Nils Landgren

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Ausverkauftes Haus, beste Stimmung und mitreißende Grooves, das waren die Zutaten der vierten Ingelheimer Jazz Night in der Kultur- und Kongresshalle Ingelheim (kING). Das hochkarätige Jazz-Event bot nach dem Hauptkonzert mit Nils Landgren und der „Phoenix Foundation“ am späten Abend noch vier Late-Night-Sessions an verschiedenen Spielorten in der kING.

Nils Landgren gelingt es – im kongenialen Zusammenspiel mit der Phoenix Foundation und Frank Reichert, dem musikalischen Leiter – die Band perfekt in seine Musik einzubeziehen – Arrangements, überwiegend vom Californischen Arrangeur und Bandleader Vince Mendoza lassen dabei genügend Freiraum für den Gast des Abends und für die an den verschiedensten Instrumenten beeindruckenden jungen Talente der Phoenix Foundation. Die Band präsentierte einen gelungenen Mix aus Eigenkompositionen verschiedener Schaffensperioden Landgrens sowie Coverversionen von Sting, Jos Sample und Paul Simon, alles Sänger, deren Timbre perfekt zu dem von Nils Landgren passt. Die Songs profitieren dabei von den farbigen, vor allen Dingen von der Bläserrhythmik geschickt gesetzten Arrangements enorm. Nils Landgren singt und in Arrangements sind oft Posaunensoli für ihn und gleichberechtigt für die Mitglieder der Phoenix Foundation eingebaut, damit der Jazz nicht zu kurz kommt.

Warum ist das Projekt “JazzNight” für die Phoenix Foundation so wertvoll und so attraktiv? 

Erstens ist es keine Selbstverständlichkeit, vor einem ausverkauften Haus mit 800 Zuschauern zu spielen. Darüber hinaus ist es wichtig für die jungen Musikerinnen und Musiker, in einem solchen Rahmen und ihr Können “beweisen” zu können. Die professionellen, oft technisch herausfordernden Arrangements zu bewältigen erfordert darüber hinaus eine zielgerichtete Vorbereitung zu Hause und in den vorgeschalteten Proben, die in der Regel eine Woche vor dem Konzert am Wilhelm Hofmann Gymnasium in St. Goarshausen stattfinden sowie am Tag vor dem Konzert und am Konzerttag selbst. Hier geht es dann um den “Feinschliff” und darum, die Dramaturgie des Abends mit dem Künstler abzustimmen sowie die Moderation, damit das Ganze in der Präsentation leicht daherkommt und die Zuschauer mitnimmt.